Teuerung im Leben von Menschen mit Behinderung
Text von Helga Horak, Magdalena Tichy und Tahsin Acur
Das Leben wird jedes Jahr teurer.
Seit der Corona Pandemie bemerken das sehr
viele Menschen. Es steigen zum Beispiel
Lebensmittelpreise, die Mieten, Energiekosten und
Preise für Dienstleistungen. Das nennt man auch
Inflation. Die Inflation hat viele verschiedene Gründe.
Menschen mit Behinderung sind besonders von der
Teuerung betroffen. Aber warum?
Menschen mit Behinderung beziehen oft Leistungen,
wie betreutes Wohnen oder Tagesstruktur. In Wien
vom FSW. Diese Leistungen müssen sie mitbezahlen.
Und auch diese Leistungen werden teurer.
Vor allem, wenn andere Dinge auch teurer werden.
Außerdem haben viele Menschen mit Behinderung
kein normales Einkommen wie Menschen, die im
ersten Arbeitsmarkt arbeiten. Viele Menschen mit
Behinderung können nicht im ersten Arbeitsmarkt
arbeiten. Deswegen arbeiten sie in Tagesstrukturen.
Dort bekommen sie eine Leistungsanerkennung- in der
Umgangssprache sagt man auch „Taschengeld“ dazu.
Wieviel genau das ist, hängt von verschiedenen
Sachen ab. Zum Beispiel von der Trägerorganisation,
Leistungen und Förderungen. Meistens liegt die
Leistungsanerkennung pro Monat zwischen 50 und
120 Euro.
Genug Geld zu haben ist wichtig, für ein
selbstbestimmtes Leben. Mit ausreichend Geld
können Menschen mit Behinderung selbst
entscheiden, was sie konsumieren. Wofür sie Geld
ausgeben wollen oder nicht. Es ist wichtig, um sich in
die Gesellschaft einzufügen. Und nicht davon
ausgeschlossen zu werden. Zur Zeit müssen leider
Menschen mit Behinderung sogar bei
Grundbedürfnissen sparen. Zum Beispiel bei Essen,
Wohnen, aber auch beim Sozialleben. Das haben wir
auch bei unseren Werkstattbesuchen im Winter
erfahren.
Menschen mit Behinderung sollen auch ohne
finanzielle Sorgen leben können. Denn Sorgen um
Geld belasten und machen Angst.

