Werkstätten im Alltag
Text von Tahsin Acur, Magdalena Tichy und Ariane Lang
Der Ort der Werkstatt hat große Auswirkungen
auf das Leben der Kund:innen.
Davon hängt zum Beispiel ab,
ob man den Fahrtendienst benötigt.
Oder Fahrtengeld bekommt.
Wenn man weiter weg wohnt,
muss man sich früher auf den Weg machen.
Während der Arbeit sind Pausen sehr wichtig.
Die Pausenzeiten müssen eingehalten werden.
Das funktioniert meistens schon sehr gut.
Von den Pausen hängt ab,
wie ausgeruht man ist.

(c) Petra Plicka
Die Werkstatt ist auch für Essen zuständig.
Man kann aussuchen,
ob man dort essen möchte, oder nicht.
Das heißt, die Werkstatt
spielt eine große Rolle bei der Ernährung.
Wie Essen geregelt ist, ist bei den
Trägern sehr unterschiedlich.
Bei einigen ist das Essen günstig,
manchmal aber teuer.
Für viele Kund:innen sind die hohen Preise
für das Essen ein Problem.
Das haben wir bei unseren Besuchen
und beim Vernetzungstreffen erfahren.
Einige Werkstätten kochen selbst,
andere bekommen Essen geliefert.
In den letzten Jahren hat sich in
den Werkstätten beim Thema Mitsprache viel getan.
Viele Werkstätten die wir besucht haben,
habengewählte Interessensvertretungen und
Gruppensprecher:innen.
Wer wie oft gewählt wird,
ist aber noch sehr unterschiedlich.
Das bestimmen die Träger.
Mitbestimmung ist aber viel mehr,
als Interessensvertretungen zu wählen.
Mitbestimmung sollte in möglichst vielen Bereichen
stattfinden: Zum Beispiel beim Essen, bei Konflikten,
bei Gruppenwechsel.